Ausbildung der Kinder finanzieren
Bis Kinder ihr eigenes Geld verdienen, müssen Eltern oft kräftig in deren Ausbildung investieren. Diese Ausgaben sollten rechtzeitig einkalkuliert werden.
Sie möchten finanziell für die Ausbildung Ihres Kindes oder Ihrer Kinder vorsorgen? Dann sollten Sie so früh wie möglich damit beginnen. Insbesondere, wenn der Nachwuchs später akademische Weihen anstreben soll. Denn nach den Berechnungen des deutschen Studentenwerkes kostet ein vierjähriges Studium je nach Standort schon heute mit allem Drum und Dran zwischen ca. 30.000 und 50.000 Euro.
Je früher der Einstieg, desto besser
Aber selbst, wenn Ihr Kind später einen anderen, weniger kostenintensiven Ausbildungsweg wählen sollte, wird es sich zum Start in die Unabhängigkeit über ein Startkapital freuen, sei es zur Einrichtung der ersten eigenen Wohnung oder zur Finanzierung von Führerschein und erstem Auto. Häufig engagieren sich auch die Großeltern und legen schon ab der Geburt für die Enkel regelmäßig etwas Geld auf die hohe Kante. Dabei braucht es nicht unbedingt große Beträge, um ein ordentliches Startkapital zu erreichen. Denn bis das Ersparte benötigt wird, vergehen regelmäßig Zeiträume von 15 bis 20 Jahren. Und auf lange Frist arbeitet der Zinseszinseffekt kräftig mit am Anlageergebnis. Aus 50 Euro monatlich werden so zum Beispiel nach 20 Jahren bei einem Anlagezins von jährlich 3 % rund 16.400 Euro – bei gezahlten Raten von insgesamt 12.000 Euro.
Welches Kapital sich bei unterschiedlichen Raten, Zinssätzen und Laufzeiten ansparen lässt oder welchen Betrag Sie regelmäßig zurücklegen müssen, um ein bestimmtes Sparziel zu erreichen, zeigen Ihnen die
Ansparstrategie – Sicherheit oder Risiko?
Besteht im Haushaltsbudget genug Spielraum, um regelmäßig etwas für die Ausbildung des Nachwuchses zurückzulegen, stellt sich die Frage nach der richtigen Strategie und dem passenden Produkt.
Wie bei jeder Anlageentscheidung sollten Sie auch in diesem Fall die drei klassischen Ziele im Blick behalten, die mit einer Anlage verfolgt werden können und die gleichzeitig auch die Kriterien zur Beurteilung von Anlageprodukten darstellen:
- die Sicherheit.
- die Rendite oder Verzinsung und
- die Verfügbarkeit der Kapitalanlage.
Tipp: Welche Rolle diese Zielfaktoren generell bei der Planung von Anlageentscheidungen spielen und welche Zusammenhängen und Konflikte zwischen ihnen bestehen, erfahren Sie in den Videos zu den
Was die Wahl der Strategie angeht, müssen Sie vor allem darüber entscheiden, ob es beim Ansparen absolut sicher zugehen soll oder ob gewisse Risiken in Kauf genommen werden, um höhere Ertragschancen zu haben.
Da bei der finanziellen Vorsorge für die Ausbildung von Kindern in aller Regel ein bestimmter Betrag zu einem bestimmten Zeitpunkt, wie etwa dem 18. Geburtstag des Kindes oder dem geplanten Einstieg in das Studium, zur Verfügung stehen soll, scheidet in vielen Fällen das Ansparen der Gelder in spekulativen Anlageformen, wie etwa Aktienfonds, allerdings aus.
Nur wenn Sie über entsprechende Anlageerfahrungen verfügen und mit Risiken und Verlusten umgehen können, sollten Sie bei der Ansparung auch über die Wahl von riskanteren Anlageformen nachdenken. Um das Ziel, genügend Kapital für die Ausbildung des Kindes anzusparen, nicht zu gefährden, sollte dann aber bei einem schlechten Verlauf der Anlage die entstehende finanzielle Lücke durch anderweitig verfügbare Gelder geschlossen werden können.
In den meisten Fällen bietet es sich jedoch an, bei der Ansparung auf Nummer Sicher zu gehen und Anspar- oder Anlageprodukte ohne Verlustrisiko zu wählen. Dies gilt vor allem, wenn Ihr Kind bereits etwas älter ist und somit nur noch wenige Jahre bis zu dem Zeitpunkt verbleiben, zu dem das angesparte Geld benötigt wird.
Verfügbarkeit – Auszahlung frühzeitig vorbereiten
Wichtig ist auch die richtige zeitliche Planung. Achten Sie bei der Wahl des Anlageproduktes deshalb darauf, dass der angesparte Geldbetrag ohne lange Wartezeit zum geplanten Zeitpunkt verfügbar ist. Besteht die Möglichkeit, dass auf das Kapital schon früher zurückgegriffen werden muss, so sollte dies ebenfalls ohne Verluste möglich sein.
Produktauswahl – Standard oder selbstgebaut?
Mit welchem Produkt Sie die Ausbildung Ihres Kindes finanziell am besten vorbereiten, hängt vor allem von der zeitlichen Planung, Ihrem Sicherheitsbedürfnis und der gewünschten Flexibilität ab. Grundsätzlich kommen dafür die folgenden Ansparprodukte infrage, mit deren Funktionsweise und speziellen Eigenschaften Sie sich vor einem Vertragsabschluss intensiv beschäftigen sollten:
Möchten Sie beim Ansparen und Abruf der Gelder völlig flexibel bleiben, kann auch die Eröffnung eines Sparbuches oder Tagesgeldkontos die richtige Wahl sein. In Verbindung mit einem Dauerauftrag vom Girokonto können Sie sich hiermit zum Beispiel Ihren eigenen Sparplan stricken. Zusätzliche Einzahlungen sind dabei ebenso wie eine Änderung der Rate und Auszahlungen jederzeit möglich. Und Sicherheit bietet die Einlagensicherung. Allerdings sind im Gegenzug die Renditeaussichten eher bescheiden. Vor der Kontoeröffnung sollten Sie deshalb darauf achten, dass das anbietende Kreditinstitut auch auf Dauer marktgerechte Zinsen bietet. Entsprechende Untersuchungen führt zum Beispiel die Stiftung Warentest durch.
Sind Sie mit der Verzinsung nicht mehr zufrieden, hat die selbstgebaute Ansparlösung einen entscheidenden Vorteil: Sie können jederzeit zu einem anderen Anbieter oder in ein anderes Produkt wechseln.
weiterlesen