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Wertpapier-Fondssparplan - Chance und Risiko

Wie funktioniert ein Fondssparplan?

Bei einem Sparplan in Aktien- oder Rentenfonds schließt der Sparer mit einer Bank oder einer Investmentgesellschaft eine Vereinbarung darüber, dass der Kunde regelmäßig – meist monatlich – für einen bestimmten Betrag Anteile eines oder mehrerer Investmentfonds kauft. Diese werden dann auf seinem Depotkonto verbucht. Feste Laufzeiten gibt es bei Fondssparplänen nicht.

Wie sicher ist die Anlage?

Anlagen in Investmentfonds sind nicht durch die Einlagensicherung gedeckt. Der jeweilige Wert der Anlage hängt vom Tageskurs der im Fonds enthaltenen Wertpapiere ab. Insbesondere, wenn die Sparbeträge in Aktienfonds fließen, besteht die Gefahr, dass zum Zeitpunkt, zu dem das Kapital für die Ausbildung benötigt wird, sich der Kurs der Fondsanteile im Keller befindet und die Auszahlung deutlich kleiner als erhofft ausfällt. Durch eine lange Anspardauer verringert sich das Verlustrisiko zwar, komplett ausgeschaltet wird es aber nicht.

Mehr Sicherheit bietet die Ansparung in Anteilen von Rentenfonds vor allem, wenn diese lediglich in auf Euro laufende Anleihen erster Adressen investieren, das heißt finanziell gesunder Herausgeber, bei denen die Wahrscheinlichkeit, dass sie später die Anleihe nicht zurückzahlen können, äußerst gering ist. Allerdings sind auch hierbei Verluste nicht ausgeschlossen, da die Kurse von Anleihen je nach der allgemeinen Zinssituation schwanken.

Wie wird die Anlage verzinst?

Bei Investmentfonds gibt es keine feste Verzinsung. Welche Rendite ein Fondssparplan bringt, hängt allein davon ab, welche Erträge die in den Fonds enthaltenen Wertpapiere bringen und wie sich deren Kurs entwickelt.

Welche Kosten fallen an?

Beim Kauf von Investmentfondsanteilen können vor allem Ausgabeaufschläge und Kaufgebühren der Bank anfallen. Innerhalb des Fonds schmälern laufende Verwaltungskosten und unter Umständen auch Erfolgsbeteiligungen (Performance Fees) den Ertrag. Schließlich werden häufig Kontoführungskosten für das Depot fällig. Da die Kosten je nach Bank und Fonds sehr unterschiedlich ausfallen, sollten Anleger sich vor Abschluss eines Fondssparvertrages über deren konkrete Höhe informieren.

Wie flexibel ist die Anlage?

Fondssparpläne sind sehr flexibel. Im Normalfall kann die Sparrate jederzeit erhöht oder gesenkt werden. Dabei ist allenfalls ein bestimmter Mindestbetrag von zum Beispiel 50 Euro zu beachten. Auch der Zahlungsrhythmus kann verändert werden, zum Beispiel von monatlicher auf viertel- oder halbjährliche Zahlung. Der Wechsel des Fonds, von dem Anteile erworben werden, ist ebenso jederzeit möglich, wie der Verkauf von Fondsanteilen aus dem Depot.

Wie gut ist die Anlage geeignet?

Das Sparen per Aktienfondssparplan bietet zwar die besten Renditechancen, bringt aber auch die höchsten Anlagerisiken mit sich. Wenn Sie zu einem bestimmten Zeitpunkt über das Geld und die Anlageerträge in voller Höhe für die Ausbildung Ihres Kindes verfügen möchten, sollten Sie lieber eine absolut sichere Alternative wählen. Nehmen Sie dagegen das Anlagerisiko bewusst in Kauf, sollten Sie es so gut wie möglich einschränken, zum Beispiel durch die Anlage in möglichst breit und international streuende Aktienfonds. Große Kostenvorteile bringt die Investition in Indexfonds, auch als ETFs (Exchange Traded Funds) bezeichnet. Durch den Verzicht auf ein aktives Fondsmanagement lassen sich jährlich ein Prozent und mehr an Verwaltungskosten sparen. Zusätzlich sollten Sie darauf achten, wie viel jeder Wertpapierkauf innerhalb des Sparvertrages kostet. Insbesondere bei kleinen Sparraten können Mindestgebühren teuer werden. Durch eine viertel- oder halbjährliche statt monatliche Sparrate lassen sich dann Kosten sparen.

Das Ansparen in Rentenfonds ist zwar grundsätzlich sicherer als in Aktienfonds, dafür fallen allerdings die Renditechancen ebenfalls deutlich geringer aus. Zudem sollten Sie sich angesichts der auch bei der Rentenfondsanlage anfallenden einmaligen und laufenden Kosten die Frage stellen, ob es nicht sinnvoller ist, gleich in absolut sichere Anlageformen anzusparen und damit das Verlustrisiko vollständig auszuschließen.

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