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Kapital zu Rente machen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen größeren Kapitalbetrag so anzulegen, dass daraus regelmäßig Geld in die Haushaltskasse fließt. Unterschiede gibt es vor allem bei der Planbarkeit der Rente und der Flexibilität der Produkte.

Finanzprodukte, die darauf ausgelegt sind, langfristig größere Geldbeträge anzusparen, begleiten Bank- und Versicherungskunden schon von der Jugend an - seien es Bank- oder Bausparverträge, Lebensversicherungen oder Fondssparpläne.

Über das „Problem“, größere Beträge so anzulegen, dass daraus eine regelmäßige Zahlung fließt, müssen sich die meisten Anleger dagegen erst Gedanken machen, wenn es langsam auf die Rente zugeht. Anlass dafür kann zum Beispiel die Fälligkeit einer Kapitallebensversicherung oder eines langfristigen Banksparvertrages sein.

Brauchen Sie dieses Geld, um damit Ihr laufendes Haushaltsbudget aufzustocken, müssen Sie eine Lösung finden, wie sich der Betrag in eine regelmäßige Auszahlung umwandeln lässt. Oft bekommen Sie aber schon gleich mit der Fälligkeitsmitteilung ein entsprechendes Angebot der Bank oder des Versicherers auf den Tisch. Denn die Finanzinstitute möchten das Geld natürlich gerne im eigenen Haus halten.

Doch Vorsicht: Sie sollten auf keinen Fall einen Vertrag unterzeichnen, bevor nicht klar ist, was Sie eigentlich brauchen und welches Produkt am besten zu Ihren Bedürfnissen passt. Einmal unterschrieben, ist der Ausstieg nämlich oft entweder gar nicht oder nur mit finanziellen Einbußen möglich.

Wie ist der Bedarf?

Was ein Auszahlplan leisten soll, kann je nach Ausgangslage von Anleger zu Anleger sehr unterschiedlich sein. Dies hängt nicht zuletzt davon ab, ob Sie unbedingt auf den regelmäßigen Geldzuschuss angewiesen sind, oder ob er lediglich ein nettes Zubrot sein soll, um sich hier und da etwas zusätzlich leisten zu können.

Ihre konkrete Bedarfslage lässt sich am einfachsten klären, indem Sie sich selbst die folgenden Fragen beantworten:

  • Soll die Auszahlung lebenslang oder nur über einen bestimmten Zeitraum fließen?
  • Soll die Anlage absolut sicher sein oder sind Sie bereit, für bessere Ertragschancen auch Verlustrisiken in Kauf zu nehmen?
  • Wollen Sie flexibel über Teile des Kapitals verfügen können?
  • Gibt es Erben, die im Todesfall das restliche Kapital bekommen sollen?

Haben Sie geklärt, was der Auszahlplan konkret leisten soll, steht im nächsten Schritt die Suche nach der passenden Produktart und dem günstigsten Vertragsangebot an.

Welches Produkt passt zum Bedarf?

Grundsätzlich werden zur Verrentung von größeren Beträgen drei verschiedene Produktformen angeboten. Machen Sie sich mit deren Besonderheiten und Vor- und Nachteilen vertraut:

Auch individuelle Lösungen sind möglich

Passt keines der „Fertig-Produkte“ so richtig zu Ihrem Bedarf, bleibt noch eine andere Möglichkeit: die Entwicklung einer eigenen Auszahlungsstrategie.

Liegt zum Beispiel das Kapital in Wertpapieren, könnten von Zeit zu Zeit Anteile verkauft werden, um damit das Haushaltsbudget aufzufüllen. Die Verkaufserlöse könnten dann zum Beispiel auf ein gut verzinstes Tagesgeldkonto fließen und von dort regelmäßig in Teilbeträgen abgerufen werden.

Aber auch eine Splitting-Lösung ist denkbar, vor allem bei großen Anlagebeträgen: Ein Teil des Geldes könnte dann etwa zur lebenslangen Absicherung in eine Rentenversicherung fließen und der Rest in einen flexiblen Bankauszahlplan investiert werden.

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