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Richtig vorsorgen

Als junge Familie haben Sie viele Möglichkeiten, für Ihr Alter vorzusorgen. Neben dem Staat, der mit verschiedenen Fördermöglichkeiten Anreize zum Vermögensaufbau gibt, ist hierbei die Zeit ein wichtiger Verbündeter.

Leider spricht einiges dafür, dass in Zukunft die gesetzliche Rente bei vielen Arbeitnehmern allein kaum ausreichen wird, um den Lebensstandard des Arbeitslebens im Alter zu halten. So zum Beispiel die Tatsache, dass aufgrund der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland immer weniger junge Arbeitnehmer für die Renten von immer mehr älteren Menschen aufkommen müssen.

Aber kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. Kümmern Sie sich einfach frühzeitig um weitere Möglichkeiten zum Aufbau einer finanziellen Altersversorgung. Gerade als junge Familie haben Sie noch genug Zeit, langfristig zusätzliche Reserven aufzubauen, und können dabei kräftig von der staatlichen Förderung profitieren.

Zinseszinseffekte nutzen

Je früher Sie mit dem Ansparen beginnen, desto mehr Kapital können Sie auch mit kleinen Raten und Summen aufbauen. Einen Teil der Arbeit übernimmt dann der Zinseszinseffekt für Sie.

Tipp: Nutzen Sie den Anlage-Rechner und probieren Sie einfach einmal aus, welcher Betrag sich bei fester Rate, festem Zinssatz und unterschiedlichen Laufzeiten als Endkapital ergibt. So bekommen Sie ein Gefühl für den Einfluss der Laufzeit auf das Ergebnis.

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Bestandsaufnahme – Wie hoch sind Versorgungsansprüche und Vermögen?

Bei der Planung der Altersversorgung ist es wichtig, strukturiert vorzugehen. So sollten Sie als junge Familie erst einmal eine Bestandsaufnahme machen. Dazu gehört eine Aufstellung der bereits bestehenden Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung ebenso wie die Erfassung Ihres sonstigen Vermögens. Dabei ist eine Immobilie genauso einzubeziehen wie eventuell bestehende Schulden aus Hypotheken- und Konsumentenkrediten. Deren Tilgung ist übrigens in aller Regel die beste Kapitalanlage. Denn die ersparten Kreditzinsen, die Ihnen als Rendite für die Schuldenrückzahlung winken, schlagen in der Regel die Verzinsung sicherer Kapitalanlagen und sind zudem noch steuerfrei.

Die Höhe der aus der gesetzlichen Rentenversicherung bestehenden Ansprüche und auch nicht garantierte Rentenprognosen aus anderen Vorsorgeverträgen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen. Denn in den bis zu Ihrem Ruhestand verbleibenden Jahrzehnten kann noch eine Menge passieren, was Einfluss auf die Leistungen der Sozialsysteme und der privaten Anbieter hat. Nehmen Sie die Rentenmitteilungen und Auszahlungsprognosen deshalb als das, was sie wirklich sind: einen ersten Orientierungswert.

Bedarfsermittlung – Was brauchen Sie im Alter?

Ähnlich sieht es bei der Ermittlung Ihres zukünftigen Finanzbedarfs aus. Wer kann schon über 30 Jahre oder mehr im Voraus berechnen, wie hoch seine Lebenshaltungskosten im Ruhestand sein werden? Doch die Planungsunsicherheit sollte Sie keinesfalls davon abhalten, in Sachen Altersvorsorge aktiv zu werden. Vielmehr gilt auch in der Phase des Familienaufbaus: So viel wie möglich für die Altersvorsorge tun und dabei die staatliche Unterstützung mitnehmen, denn die lohnt sich oft besonders für Familien.

Staatliche Förderung – den Fiskus am Vermögensaufbau beteiligen

Bei der Förderung sollten Sie dann auch in Ihrer Planung ansetzen und erst einmal prüfen, welche Unterstützung Ihnen winkt und mit welchen Produkten sie in Anspruch genommen werden kann. Beachten Sie dabei: Die Förderung ist immer mit Einschränkungen bei der Flexibilität der Produkte und der Verwendbarkeit des Sparkapitals verbunden. Das muss bei der Planung der Familienfinanzen berücksichtigt werden.

Die Beschäftigung mit den Eckpunkten der verschiedenen staatlichen Förderkonzepte und den Voraussetzungen, die Produkte für eine Förderung erfüllen müssen, gehört zu den lästigen Pflichten, die jeder Sparer erfüllen sollte. Denn nur dann können Sie Ihre Vorsorgestrategie aktiv gestalten. Allerdings müssen Sie dafür nicht zum Finanzexperten werden. Es gilt lediglich, die wichtigsten Rahmenbedingungen zu kennen und zu wissen, was bei verschiedenen Vertragsangeboten zu beachten ist.

Dieses Grundwissen und konkrete Entscheidungshilfen zur Gestaltung Ihrer Altersvorsorge finden Sie hier.

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