Große Aufregung bei der Deutschen Bank: Gestern berichtete die Financial Times Deutschland groß auf der Titelseite, dass Josef Ackermann, der Ex-Chef der Deutschen Bank, seine beiden Vorstands-Nachfolger „Loser“ (deutsch: Verlierer) genannt haben soll. Wenn das stimmt, dann wäre das ein echter Hammer und die FTD hätte mal wieder einen der begehrten Scoops gelandet, also eine exklusive Geschichte, die sonst keine andere Zeitung hat.
Doch der Schweizer Josef Ackermann reagierte gestern prompt und stritt ab, dass er seine Nachfolger so genannt hätte. Zusätzlich drohte er der FTD mit rechtlichen Schritten.
Die FTD hat nun ihrerseits ebenfalls schnell auf den Schritt Ackermanns reagiert und hat nochmal nachrecherchiert, ob es sich vielleicht um eine Verwechslung handeln könnte. Und tatsächlich: Es gibt ein Schweizerdeutsches Dialektwort, dessen Aussprache sehr nah am englischen „Loser“ dran ist, nämlich „Luuser“. Dieser „Luuser“ allerdings beschreibt keinen Verlierer, sondern einen „frechen, schlauen Jungen“. Also so ziemlich das Gegenteil von einem englischen „Loser“.
Wie auch immer die Wahrheit bei dieser Geschichte aussieht: Echte „Luuser“ sitzen auf jeden Fall in der Redaktion der FTD. Denn die haben aus der angeblichen Aussage von Josef Ackermann heute und gestern gleich zwei spannende Titelgeschichten gemacht.
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